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Museumsfest 2005

"Vorratshaltung dunnemals" lautete das Motto

Mit einem Hornsignal eröffnete der Helmstedter Hausmann am Samstag um 14.00 Uhr die Veranstaltung, bevor der 1. Vorsitzende Friedrich-Karl Kamrath Gäste und Aussteller begrüßen konnte. "Vorratshaltung dunnemals" lautete das Motto, unter dem gezeigt werden sollte, wie sich unsere Altvorderen, zu denen ja auch noch die Kriegsgeneration gehört, auf den langen Winter vorbereitete.


So wurde in der Milchkammer gebuttert und im Garten brodelten im großen Kessel die Zuckerrüben, aus denen anschließend Rübensaft gepresst und Sirup hergestellt wurde. Nebenan köchelten Zwetschgen- und Apfelmus auf kleiner Flamme. Alle Produkte konnten auf frischem Stutenbrot verkostet werden, wovon dìe Gäste regen Gebrauch machten. Wichtige Gartengewürze als Zutaten fehlten ebenso wenig wie die alten Gerätschaften zur Herstellung dieser Vorräte. Kohl wurde zu Sauerkraut verarbeitet, Gerste zu "Muckefuck" geröstet und Tabakblätter geschnitten. Verkaufs stünde mit frischem Obst und selbst gemachten Konfitüren rundeten das herbstliche Bild ab.

Im Rahmenprogramm musizierte die Feuerwehrkapelle Süpplingenburg im Museumshof, während die "Newcastle-dancers" aus Neuhaus bei Wolfsburg in historischen Kostümen mit alten Tänzen die Gäste erfreuten. Im Obergeschoss des Stallgebäudes hatten die linker eine Sonderausstellung zum Thema "Waldameisen" eingerichtet. Auch hier ging es um die Vorbereitung auf den Winter.

Zum Mittagessen gab es Kartoffelgerichte wie Puffer und Pellkartoffeln mit Matjes. Wie alle Jahre hatte das DRK in seinem Zelt die Kinder zu Gast, wo mit Eifer gemalt und gebastelt wurde; dagegen bot die Hüpfburg Gelegenheit zum Austoben. Doch damit nicht genug: Vor dem Hoftor bot Familie Steffen Rundfahrten mit der Pferdekutsche - sogar die Eltern durften mitfahren!

Am Sonntagabend kamen dann endlich die Hauptpreise der Tombola zur Verteilung. Fast alle kleineren Preise hatten zuvor bereits ihren Gewinner gefunden. Die Küchencrew, aber auch alle anderen freiwilligen Helfer in Bier- Süßigkeiten- und Wurstständen freuten sich nach zwei anstrengenden Tagen über ein gelungenes Fest mit vielen Gästen, obwohl das Wetter dem Heimatkreis nicht immer freundlich gesonnen war.


Gerhard Kaminski



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