Zurück Juli 2001

Werrer Neu in Emmerstedt, Pfarrer Stefan Werrer stellt sich vor

Gern nutze ich die Gelegenheit, mich Ihnen schon einmal vorzustellen Mein Name ist Stefan Werrer und ich bin in Braunschweig aufgewachsen. Nach meiner Konfirmation engagierte ich mich in verschiedenen kirchlichen und gesellschaftspolitischen Gruppen. Diese Erfahrungen und die Vielseitigkeit des Pfarrerberufes gaben des Ausschlag dazu, nach der Schulzeit in Braunschweig evangelische Theologie in Berlin und Göttingen zu studieren.


Beim Vikariat (praktische Berufsausbildung nach dem Studium) habe ich in mehreren kleinen Kirchengemeinden in der Nähe von Bad Gandersheim gearbeitet. Seit Januar 1995 bin ich Pfarrer in Herrhausen und Engelade (Ortsteile von Seesen) sowie in Dannhausen (Ortsteil von Bad Gandersheim). Sowohl während der Ausbildung als auch in den ersten Amtsjahren habe ich gute Kontakte zur Kreisstelle für Diakonie gepflegt. Die Verbindung von Seelsorge und professioneller diakonischer Arbeit liegt mir am Herzen. Ein wichtiges Projekt in der bisherigen Gemeindearbeit war der Brot-für-die-Welt-Nachmittag in Herrhausen. Diakonie im Zusammenhang der weltweiten Solidarität mit den Armen halte ich für unentbehrlich.

Durch die Heirat 1998 ist mein Leben um einige Facetten bereichert worden. Der Austausch verschiedener Sichtweisen über Themen aus Kirche, Gesellschaft und Politik ist mir wichtig. Meine Frau ist als Sozialpädagogin in Teilzeit berufstätig und engagiert sich gern in ihrer Arbeit. Gemeinsame Zeit als Ehepaar ist für uns wertvoll: Zeit füreinander zu haben, zusammen etwas zu erleben, das gibt uns viele gute Impulse - auch für den Alltag.

Auf die Pfarrstelle in Emmerstedt freue ich mich. Bei neuen Aufgabengebieten sehe ich stets dìe Chancen, die sich mir bieten. Da ich nun statt wie bisher in drei nur in einer Gemeinde arbeiten werden, hoffe ich, mich stärker auf ein Dorf konzentrieren und meine bündeln zu können. Als ich am 17. Juni mit Ihnen Gottesdienst gefeiert habe, habe ich mich sehr über den Gottesdienstbesuch gefreut. Davon war ich wirklich überrascht, denn gleichzeitig war in Emmerstedt das traditionelle Schützenfest im Gange.

Es bedeutet sicher eine Herausforderung, dass die Pfarrstelle in Emmerstedt auf 75% reduziert wurde: für Sie als Gemeinde, für den Kirchenvorstand wie für mich. Wie Gemeindearbeit mit ihren vielfältigen, wichtigen Aufgaben in diesem Rahmen geleistet und weiter entwickelt werden kann, ist eine Frage, die gemeinsam mit dem Kirchenvorstand zu beantworten ist.

Bei dem Gedanken, neu nach Emmerstedt zu kommen, fiel mir ein Vers aus dem Buch Jeremia (29. Kap.) ein: ,,Suchet der Stadt Bestes". Jeremia forderte damit die damalige israelitische Gemeinde auf, sich in ihrem jeweiligen Lebensumfeld einzusetzen. Das ist auch mein Anliegen, wenn ich in den nächsten Monaten meine Arbeit in Emmerstedt beginne. Es ist jedoch oft garnicht so leicht zu erkennen, was das Beste sein kann. Bei der Lösung dieser Frage habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenn ich dabei Gott um Rat frage. Im Gebet lege ich ihm meine Pläne und Ziele vor. Für mich persönlich ist das Gebet eine Kraftquelle, ich erfahre dort aber auch Korrektur für mein Leben.

Zurzeit laufen die Planungen dahin, dass wir in der zweiten Oktoberwoche nach Emmerstedt ziehen. Meine Einführung wird am 13. Oktober sein. Die ersten Monate in Emmerstedt werden vom gegenseitigen Kennenlernen und Einarbeiten geprägt sein. Ich hoffe vielen von Ihnen zu begegnen.

Sprechen Sie mich an, ich bin auf Ihre Fragen gespannt und habe Freude an Gesprächen.

Stefan Werrer, Pfarrer



Abschied von Pfarrer Stefan Werrer

Zum 1. August 2010 hat Pfarrer Stefan Werrer nach fast neun Jahren Emmerstedt verlassen. Im Westen von Braunschweig hat er einen neuen Wirkungskreis gefunden. Der Kirchenvorstand wünscht ihm und seiner Frau einen guten Anfang, Gottes Geleit und reichen Segen für den weiteren Lebensweg.



           Pfarrer Stefan Werrer löst damit Pfarrer Dr. Eckehart Beichler ab.


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